“Blut muss fließen” im Pumpwerk Wilhelmshaven

In Kooperation mit Radio Jade veranstaltet das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts am Sonntag, den 22. April 2012 ein Informations- und Präventionsprojekt im Pumpwerk Wilhelmshaven.

Viele Jahre bewegten sich der Filmemacher und Journalist Thomas Kuban unter Nazis, um die Strukturen rechtsradikaler Musikkonzerte in Deutschland und Europa zu dokumentieren. Heraus gekommen ist ein einmaliges Filmprojekt, welches auf der BERLINALE 2012 uraufgeführt wurde.

Gemeinsam mit dem Regisseur Peter Ohlendorf hat Kuban einen beeindruckenden und abschreckenden Film über Nazi-Konzerte erstellt. Mit größtem Risiko schlich sich Kuban in die Nazi-Konzertszene ein und drehte mit versteckten Kameras das Geschehen.

Der Film zeigt die Menschenverachtung, Gewaltbereitschaft und den gelebten Rechtsradikalismus der Nazi-Szene ebenso schonungslos auf, wie die häufig festzustellende Untätigkeit der Politik und Justiz in diesem Bereich.

In wenigen Wochen ist es Michael Diers (Radio Jade) und dem Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts gelungen, den Film samt Regisseur Ohlendorf in unsere Stadt zu holen. Peter Ohlendorf wird bei allen Vorführungen des Films anwesend sein und für Diskussionen zur Verfügung stehen.

Für Montag, den 23. April und Dienstag, den 24. April 2012 planen wir Vorführungen für Schülerinnen und Schüler aus Wilhelmshaven. Interessierte Lehrer und Schüler können sich gerne mit Michael Diers (Radio Jade) unter der Telefonnummer 04421-99855 in Verbindung setzen, um Termine abzusprechen. Auch für diese Vorführungen steht der Regisseur Ohlendorf für Diskussionen zur Verfügung. Die Vorführungen sind auch direkt in den Schulen möglich.

Der Film ist für Menschen ab 14 Jahren geeignet.

Die erste Vorstellung von „Blut muss fließen“ findet am 22. April 2012 um 16.30 Uhr für geladenes Publikum im Pumpwerk statt. Die zweite Vorstellung ist öffentlich und findet am 22. April 2012 um 19.00 Uhr im Pumpwerk statt. Karten kosten hierfür im Vorverkauf (über Radio Jade) 5,- €, an der Abendkasse 6,- €.

Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts und Radio Jade freuen sich auf spannende und informative Tage mit einem beeindruckenden Film und einem engagierten Regisseur. Weitere Informationen zu den Vorstellungen und Terminabsprachen erhalten sie über Radio Jade unter der Telefonnummer 04421-99855. Hintergrundinformationen zum Film erhalten sie unter: www.filmfaktum.de

Nazis, Rechtsradikale, nationale Sozialisten, 3. Front und alle weiteren Nazi-Strukturen sind von den Veranstaltungen ausdrücklich ausgeschlossen. Der Veranstalter behält sich vor, Personen, die er diesem Spektrum zuordnet, ein Hausverbot zu erteilen.

PRESSEMITTEILUNG: Netzwerk gegen Rechts

Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts ist ein Zusammenschluss vieler Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Organisationen, Verbände und Einzelpersonen. Wir verstehen uns als Netzwerk gegen Faschismus, Ausländerfeindlichkeit und Rechtsextremismus.

Das Netzwerk zeigt sich enttäuscht und verwundert über die Ratsvorlage 79/2012, in dem bestehende Nazi-Aktivitäten in Wilhelmshaven in Abrede gestellt werden. Entgegen der Ratsvorlage waren und sind Nazis in Wilhelmshaven und aus Wilhelmshaven aktiv.

Wilhelmshavener Nazis verüben Straftaten, verletzen Menschen und beschädigen nicht nur Gebäude, sondern auch das Ansehen der Stadt Wilhelmshaven. Allein im Stadtgebiet Wilhelmshaven ist von mindestens 100 Personen auszugehen, die direkt rechtsaktiv sind, ob in rechten Parteien, Kameradschaften, oder losen Bündnissen. Die Zahl der ausländerfeindlichen Wilhelmshavener ist indes weit größer.

Bei jeder Kommunalwahl in Wilhelmshaven, bei der rechte Parteien angetreten sind, sind diese auch in den Rat gewählt worden. Schon diese Tatsache zeigt das Ausmaß rechten Gedankengutes in unserer Stadt. Allein bei der Kommunalwahl 2006, bei der gleich drei rechte Parteien angetreten waren, haben 984 wahlberechtigte Wilhelmshavener ihr Kreuz bei einer rechten Partei gemacht. Weiter lesen!

Freie Kräfte Ostfriesland

Anfang des Jahres ist eine neue Nazi-Homepage online gegangen. Die “freien Kräfte Ostfriesland“, augenscheinlich eine Nachfolgeorganisation der “Autonomen Nationalisten Ostfriesland” verbreitet auf der Homepage ihre Nazi-Weltanschauung. Mit dem Ziel der Bekämpfung der “Überfremdung” wird auch gleich die Ausländerfeindlichkeit und der gelebte Faschismus in den Vordergrund gestellt.

Auch nach Wilhelmshaven und das Umland haben die “freien Kräfte” Verbindungen. Über Facebook ist erkennbar, dass bekannte Nazis aus Wilhelmshaven und Witmund die menschenverachtenden Ziele der Nazis unterstützen. Jens H. aus Wilhelmshaven, der die “freien Kräfte Ostfriesland” in seiner Freundesliste hat, hat dabei so illustre “Freunde” bei FB, wie den angeblichen Nazi-Aussteiger Manuel Wojtczak, ehemals Kopf der AG Wiking. Auch Pascal B. aus Wittmund befindet sich, neben vielen weiteren Nazis in der Freundesliste von Jens H. aus Wilhelmshaven. Pascal B. aus Wittmund hat sich wohl auch gleich im Gästebuch der neuen Nazi-Struktur mit Grüßen verewigt.  

Pascal B. agiert im Netz gerne unter dem Namen “Bibo – Chef der Friesen” Das Kürzel “33″ steht dabei für “Chaos Crew“.

Ostfriesland und Oldenburg scheinen derzeit die Ausweichgebiete für Wilhelmshavener Nazis zu sein. Das Fehlen konkreter Nazi-Strukturen in Wilhelmshaven treibt die Jade-Nazis in andere Regionen, in denen sie weiter aktiv sind. Auch dort wird das Netzwerk seine Augen offen halten.

Nazis in Kutten?

Nach Informationen des Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts scheint es Verbindungen zwischen dem sich gerade in der Stadt ansiedelnden RED DEVILS MC und stadtbekannten Nazis zu geben.

Auf einer Sitzung des Netzwerkes gegen Rechts haben zwei Mitglieder des RDMC WHV bestätigt, dass mindestens zwei bekannte Nazis dem Club beigetreten sind. Nach Aussage des Präsidenten des RDMC WHV, Michael Eckhoff, sollen sich beide Betroffenen von der Nazi-Szene losgesagt haben.

Im sozialen Netzwerk Facebook treten Jens Müller und Björn Wilhelmsen offen in Kutten des RDMC WHV auf. Die angebliche Lossagung von der Nazi-Szene wird vom Netzwerk mehr als bezweifelt. In anderen Städten soll es ebenfalls bereits zu Übertritten von Nazis in den RDMC gekommen sein.

Der RDMC WHV richtet gerade sein Clubhaus auf dem alten KSW-Gelände ein. In Clubhäusern des RDMC kam es bereits zu Konzerten der “Hooligan”-Band “Katergorie C-Hungrige Wölfe”, die von Antifaschisten klar der Nazi-Szene zugerechnet werden.

Der RDMC WHV versuchte unterdessen, über den Hamburger Rechtsanwalt Helmuth Jipp, die Berichterstattung des GEGENWIND Wilhelmshaven über die vermuteten Verbindungen zwischen Nazis und dem RDMC WHV zu unterbinden. Das Netzwerk gegen Rechts wird die Entwicklung weiter eingehend beobachten.

Nazis bekommen in unserer Stadt auch weiterhin keine Freiräume, egal in welcher Kleidung sie auftreten!

Netzwerktreffen am Donnerstag, den 15.03.2012 um 18.00 Uhr.

Liebe NetzwerkerInnen,

hiermit laden wir euch ganz herzlich zum nächsten Treffen des Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts ein.

Es findet statt

am Donnerstag, den 15.03.2012
um 18.00 Uhr
im DGB-Haus in Wilhelmshaven in der Weserstraße 51

Folgende Tagesordnung haben wir vorgesehen:

  1. Planungsstand Präventionsprojekt „Blut muss fliessen“
  2. Stellungnahme zur Beschlussvorlage an den Rat der Stadt Wilhelmshaven
  3. Aktuelles
  4. Verschiedenes


Relativ kurzfristig haben wir ein dreitägiges Präventionsprojekt entwickelt.

Mit besonderer Unterstützung von Michael Diers (Radio Jade) ist es uns gelungen, den Filmemacher Thomas Kuban und seinen Regisseur Peter Ohlendorf für ein Projekt zu gewinnen. Im Rahmen einer dreitägigen Veranstaltung wollen wir den Film „Blut muss fliessen – Undercover unter Nazis“ in unserer Stadt zeigen. Der Film wurde auf der Berlinale 2012 uraufgeführt. Für diese Veranstaltungsreihe, die in der 16. KW 2012 stattfinden soll, benötigen wir noch dringend finanzielle Unterstützung.

Inzwischen liegt uns der Antrag der Stadt zur „Unterstützung“ des Netzwerkes vor.
Nach erster Durchsicht sind wir zu der klaren Erkenntnis gekommen, dass dieser Antrag in keinem Falle unsere Unterstützung finden kann. Auch hierüber wollen wir uns austauschen und eine entsprechende Presseerklärung abstimmen.

Hier könnt Ihr Euch die dieBeschlussvorlage an den RAT als PDF downloaden!

Und wie immer!
Das Treffen ist öffentlich und wie immer sind Nazis, autonome Nationalisten, 3. Front, Rechtspopulisten und andere rechtsradikale Strukturen von dem Treffen ausdrücklich ausgeschlossen.

Mit freundlichen Grüßen
„Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts“

Nazi drehte durch

Der bekennende Nazi Christian Schneeweiss hat am vergangenen Samstag wohl einen Suizidversuch unternommen. Nach Berichten der Wilhelmshavener Zeitung und der Poizei hatte am Samstag gegen 16.00 Uhr ein 22 jähriger Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Wilhelmshavener Emsstrasse aus dem geöffneten Fenster seiner Wohnung geschossen. Zusätzlich mit einer Streitaxt bewaffnet drohte er mit Gewalttaten gegen sich und andere.

Das einzige Mehrfamilienhaus in der Emsstrasse ist das, in dem auch der Nazi Christian Schneeweiss (22) wohnt. Schneeweiss stellte noch vor wenigen Tagen ein Profilfoto bei Facebook ein, auf dem er mit einer Streitaxt zu sehen war. Inzwischen ist sein Facebook-Account gelöscht.

Nach dem Polizeibericht stand der Täter unter Alkohol- und Drogeneinfluss und sei “amtsbekannt”. Nach der Vollsperrung der Emsstrasse und der angrenzenden Bunsenstrasse konnte der Täter gegen 18.00 Uhr von einem Polizeibeamten zur Aufgabe überredet werden. Vorher habe er bereits Schüsse aus seinem Fenster abgegeben. Die Schusswaffe stellte sich später als Schreckschusswaffe heraus.

Alle Schilderungen und Zusammenhänge deuten darauf hin, dass es sich bei dem Täter um den wegen Brandstiftung vorbestraften Schneeweiss handelte. Schneeweiss hatte in den vergangenen Monaten eine Nazi-Gruppe in Wilhelmshaven aufgebaut. Die Gruppe verübte diverse Straftaten. Entsprechende Ermittlungen und Klageverfahren laufen.

Dies Taten zeigt nicht nur eindrucksvoll die Gewaltbereitschaft und gezielte Bewaffnung der Nazis, sondern auch deren Verwirrung auf. Schneeweiss wurde direkt nach seiner Tat in eine Klinik eingeliefert. Generell folgt nach einem Suizidversuch ein dreiwöchiger Besuch der geschlossenen Abteilung.

Wir werden weiter über den Vorfall berichten.

Deutsche Bucht weiter Nazi-Treff

Am vergangenen Samstag fand in der ehemaligen Gaststätte “Deutsche Bucht” in der Ulmenstraße erneut ein Treffen überregionaler Nazi-Aktivisten statt. Der Betreiber des unangemeldeten Lokals, Peter “Pico” Wach hatte im Vorfeld des Nazi-Treffens jeglichen Kontakt in Abrede gestellt. Wach war bereits Ausrichter des NPD-Landesparteitages 2010. Wach ist seit vielen Jahren in der Nazi-Szene aktiv und hat bereits für die Deutsche Partei bei Wahlen kandidiert.

Nach der AG Wiking, der DP, Pro Deutschland und der NPD hat nun auch die neue Nazi-Gruppe um Christian Schneeweiss bei Pico Wach einen neuen Unterschlupf gefunden. Am Samstag waren neben Schneeweiss noch der Wilhelmshavener Jens Malte Hillers, der Schortenser Nazi Pascal B., sowie Nazis aus Ostfriesland anwesend. Gerüchten zur Folge sollte ein neuer NPD-Kreisverband gegründet werden. Möglich ist auch die Gründung einer JN-Gruppe.

Peter “Pico” Wach und seine Deutsche Bucht sind nach wie vor Treff der überregionalen Nazi-Szene. Wach hatte noch vor dem Nazi-Treffen jegliche Verbindungen in Abrede gestellt. Schon nach dem NPD-Landesparteitag waren ihm große Teile seiner Kundschaft abtrünnig geworden. Ein Skatverein hatte sich umgehend eine neue Spielstätte gesucht. Es ist zu hoffen, dass nach den erneuten Verbindungen Wachs zur Nazi-Szene auch die letzten Kunden ausbleiben.

Heute ist Netzwerktreffen!

Liebe NetzwerkerInnen,
hiermit laden wir Euch zum nächsten Treffen des Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts ein.

Es findet statt am

Heute! Dienstag, 26.07.2011 um 19.00 Uhr im DGB-Haus Weserstraße 51 in Wilhelmshaven.

Das Treffen ist öffentlich und wie immer sind Nazis, autonome Nationalisten, 3. Front, Rechtspopulisten und andere rechtsradikale Strukturen von dem Treffen ausdrücklich ausgeschlossen.

Wilhelmshavener Nazis immer aktiver

Die Aktivität der neuen Wilhelmshavener Nazi-Gruppe nimmt stetig zu. Neben Körperverletzungen, Steinwürfen, zerstörten Glasscheiben und Autos gehen auch diverse Verunstaltungen mit Farbe und Aufklebern auf das Konto der Nazis. Personenbezogene Drohungen gehören ebenso zum Tätigkeitsfeld von Christian Schneeweiss, wie gezielte Attacken auf Objekte.

Auch überregional beteiligen sich Christian Schneeweiss und Jens Malte Hillers an Nazi-Aktionen. In Emden versuchten sie die 1. Mai-Demo des DGB zu stören.

Am 30.04.2011 nahmen Schneeweiss und Hillers an einer NPD-Demo in Bremen teil.

Jens Malte Hillers am 30.04.2011 in Bremen

Christian Schneeweiss am 30.04.2011 in Bremen

Besonders intensive Kontakte haben Hillers und Schneeweiss zu den ostfriesischen Nazis aus Emden. Gemeinsam mit Oldenburger Faschisten sollen konkrete Strukturen installiert werden. Ob und inwieweit sich die Gewalttäter als Vorauskommando der NPD für den Kommunalwahlkampf in Wilhelmshaven dienen, ist noch unklar. Das sich die NPD gerne Straftätern aus dem autonomen rechten Spektrum bedient, um die Arbeit auf der Straße zu erledigen, ist allerdings weitläufig bekannt.

Inzwischen besteht die Nazi-Gruppe um Schneeweiss und Hillers aus mindestens 7 Personen, die sowohl polizeibekannt, als auch dem Netzwerk namentlich bekannt sind. Erst mit dem Auftauchen von Schneeweiss in Wilhelmshaven ist die Lage eskaliert. Die Dreistigkeit von Schneeweiss wird unter anderem verdeutlicht, dass er mit Hillers sogar versuchte, die Wilhelmshavener Zeitung zu besetzen. Die Nazis verlangten eine Gegendarstellung zu einem Polizeibericht. Beide Rechtsextreme wurden aber schnell des Hauses verwiesen.

Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts wird sich auf seinem nächsten Treffen am Montag, den 30.05.2011 um 19.00 Uhr im DGB-Haus in der Weserstraße mit der Entwicklung beschäftigen. Hier werden auch die ersten Ergebnisse der Recherche-Gruppe präsentiert.

Nächstes Netzwerktreffen

Am Montag, den 30.05.2011 findet um 19.00 Uhr das nächste Treffen des Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts im DGB-Haus in der Weserstrasse statt. Nachdem die Wilhelmshavener Nazi-Szene um Christian Schneeweiss weiter aktiv ist, werden die Entwicklungen um diese Gruppe Hauptthema des Treffen sein. Die Recherche-Gruppe wird ihre ersten Ergebnisse präsentieren. Das Treffen ist wie immer öffentlich. Nazis, Nationale Sozialisten, Rechtspopulisten, 3. Front und sonstige rechte Gruppierungen und Strömungen sind ausdrücklich ausgeschlossen.

Am gestrigen Montag, den 09.05.2011 wurden Christian Schneeweiss, Jens Malte Hillers und Tim Pascal Jodocy von der Polizei aufgegriffen, nachdem sie das DGB-Haus in der Weserstrasse mit rechtsradikalen Sprüchen beschmiert haben. Es wurde Strafanzeige erstattet.