Die Gegenkundgebung zum Nazi-Treffen am 28.07.2007 in Wilhelmshaven steht. Die Kundgebung findet am Samstag, den 28.07.2007 ab 10.30 Uhr am Denkmal [mypicref=9]Kaiser-Wilhelm[/mypicref] in der [mypicref=8]Ebertstrasse[/mypicref] (Höhe Christus-Garnison-Kirche) statt. ([mypicref=10]Karte[/mypicref]) Das Wilhelmshavener Bündnis gegen Rechts als Veranstalter ruft alle Wilhelmshavener Bürgerinnen und Bürger auf, durch den Besuch der Kundgebung ihre Ablehnung gegen Faschismus und Rechtsradikalismus zum Ausdruck zu bringen.

Neben Reden und Soli-Erklärungen wird es Musik, Kleinkunst und viele inhaltliche Informationen geben.

Wie Stadt und Polizei aktuell mitteilten, hat der Veranstalter NBD gegen das Verbot der Kundgebung am ursprünglich geplanten Termin (21.07.2007) Klage eingereicht. Die Klage wurde bisher nicht beschieden. Der 28.07.2007 wurde vom NBD als Ausweichtermin angemeldet. Zu diesem Termin ruft die NBD nun auch offiziell auf. Gerechnet wird mit maximal 40 rechtsextremen Demonstranten. Sowohl die NPD, als auch die ortsansässige “freie” Kameradschaft “AG Wiking” haben ihre Unterstützung für die Kundgebung der NBD eingestellt.

Die Polizei wird den Valoisplatz ([mypicref=6]1[/mypicref] [mypicref=7]2[/mypicref]) als Veranstaltungsort der Nazis weiträumig absperren. Ein Zusammentreffen der Antifa mit den Nazis soll mit allen Mitteln verhindert werden. Sowohl NBD, als auch die Antifa dürfen ihre Veranstaltungen ausschließlich als stationäre Kundgebungen durchführen. Jegliche Art von Demonstration im Sinne von Fortbewegung wird nicht gedultet.

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Um ihr Ziel zu erreichen wird die Polizei massiv präsent sein und zieht mehrere Hundertschaften in Wilhelmshaven zusammen. Auch ein Wasserwerfer wird vor Ort sein. Inzwischen hat auch die Antifa Bremen ihre Unterstützung zugesagt, da sich die Nazis am Bremer Bahnhof sammeln wollen, um gemeinsam mit dem Zug nach Wilhelmshaven zu reisen. In Oldenburg werden sie, verbunden mit einer entsprechenden Wartezeit, den Zug wechseln müssen.

Stille herrscht auch weiterhin im Rat und bei den “etablierten” Parteien. Weder SPD, CDU, FDP noch Grüne haben sich bisher öffentlich gegen den Nazi-Aufmarsch ausgesprochen. Auch hat sich keine der genannten Parteien im Bündnis gegen Rechts aktiv an den Vorbereitungen der Gegenkundgebung beteiligt. Aus der Parteienlandschaft arbeiten einzig die LAW, die Linke/PDS und die JUSOS aktiv im Bündnis mit. Das “offizielle” Wilhelmshaven verpasst es erneut, ein deutliches Zeichen gegen Faschismus und Rechtsradikalismus zu setzen! Daran scheint auch der anstehende Lanstagswahlkampf nicht zu ändern.

Trotz der Enthaltsamkeit der vermeidlich “großen” Parteien steht das Bündnis auf soliden Beinen. Viele aktive Einzelpersonen, die Gewerkschaften und Vertreter verschiedener Gruppierungen planen seit langem die Gegenkundgebung. Unterstützung erhält das Wilhelmshavener Bündnis gegen Rechts aus Oldenburg, Wittmund, Rastede, Bremen und dem friesischen Raum.

Wie zu Zeiten der NS-Diktatur gilt: Wer wegsieht, macht sich schuldig! Wer ignoriert, unterstützt die Nazis! Wer verharmlost, wird zum Mittäter!

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