Geschrieben am 07.08.2007 von stopp-rechts
Hotelverkauf in Wittmund sorgt für Unruhe – Eigentümer verhandelt angeblich mit Rechtsextremisten Jürgen Rieger
Seit dem Wochenende ist der Name Jürgen Rieger Stadtgespräch im ostfriesischen Wittmund. Am Samstag war bekannt geworden, dass Eigentümer Ommo Becker ein ehemaliges Hotel an den wegen seiner rechtsradikalen Umtriebe bekannten Rechtsanwalt verkaufen wolle. Entsprechende Berichte versetzten Bürger und Politik in Sorge. «Ich werde Gespräche mit Herrn Becker führen und an seine Vernunft appellieren», sagte Bürgermeister Rolf Claußen (CDU) am Montag auf ddp-Anfrage zu den möglichen Verkaufsabsichten.
Die vermeintlichen Verhandlungen waren durch den bisherigen Rechtsbeistand des Eigentümers ruchbar geworden. «Herr Becker behauptet, mit Herrn Rieger in Kontakt zu stehen», sagte die Wittmunder Rechtsanwältin Ulrike Müller. Aus diesem Grund habe ihre Kanzlei das Mandat niedergelegt und die juristische Beratung des Gebäudeeigentümers beendet. Müller sagte: «Damit möchten wir nichts zu tun haben.» Becker wollte die Verkaufsverhandlungen mit der rechten Szene zunächst weder dementieren noch bestätigen. Der Nachrichtenagentur ddp sagte er: «Mir ist egal, wer das Hotel kauft. Es geht mir nicht darum, den Preis hochzutreiben. Mehr möchte ich im Moment nicht dazu sagen.» Er wolle sich mit einem neuen Rechtsbeistand beraten und anschließend konkrete Angaben machen. Der wegen Volksverhetzung verurteilte Rieger war kurzfristig nicht für eine Stellungnahme erreichbar.
Der Vorsitzende des NPD-Landesverbandes Hamburg hatte im vergangenen Jahr vergeblich versucht, ein Hotel in Delmenhorst zu erwerben und ein Schulungszentrum einzurichten. Beim Landkreis Wittmund hofft man, dass sich der Eigentümer des Gebäudes besinnt. «Vielleicht handelt es sich nur um eine unbedachte Äußerung», sagte der Erste Kreisrat Matthias Köring (parteilos). Er könne sich ernsthafte Absichten nicht vorstellen und befinde sich deshalb in Gesprächen mit Ommo Becker und dessen Familie. «Ich glaube auch nicht, dass das Gebäude für die rechte Szene interessant ist», sagte Köring. Es bestünden erhebliche bauliche Mängel. Wenn diese Mängel nicht behoben würden, werde die Kreisbehörde ein Nutzungsverbot aussprechen.
Der Streit um den baulichen Zustand ist offenbar der Anlass für die Verkaufspläne des Eigentümers. In dem 1880 erbauten Gebäude wohnen seit Jahren sozial schwache Wittmunder. «Das ist nicht vergleichbar mit dem Hotel in Delmenhorst», sagte Bürgermeister Claußen über das ehemalige «Bahnhofshotel». Claußen betonte: «Bevor man investiert, kann man es besser abreißen.» Wegen des schlechten Zustands werde man die Spekulationen um den Verkauf an Rechtsextreme aber nicht einfach abtun. Schließlich ist die rechte Szene in der 21 000 Einwohner zählenden Kreisstadt sehr wohl präsent. Der Vorsitzende und der stellvertretende Vorsitzende des NPD-Unterbezirks Ostfriesland-Wilhelmshaven sind dort gemeldet. «Das haben wir im Blick. Wir stehen in engem Kontakt mit den Ordnungsbehörden, um solche Entwicklungen frühzeitig aufzuhalten», betonte der Bürgermeister. ddp/pnw/kos
Holger Szyska



Geschrieben am 07.08.2007 um 12:50 Uhr.
Der Verkauf des Wittmunder „Bahnhofshotels“ an den rechten Anwalt Jürgen Rieger war wahrscheinlich eine Drohung. Das bestätigte Wittmunds Bürgermeister Rolf Claußen auf Nachfrage von Radio Jade. Der Hoteleigentümer Ommo Becker wollte damit nur den Landkreis erpressen. Die weiteren Schritte sind schon geplant, sagt Bürgermeister Claußen.
Geschrieben am 06.10.2008 um 20:26 Uhr.
Ich bitte das dieser atikel aus das netz kommt.
MfG Becker
Anmerkung von Stop Rechts: Die Geister, die ich rief….