Es ist immer der selbe Ablauf: kaum ist eine Nazi-Partei im (scheinbaren) Aufwind, fängt sie an, sich zu zerfleischen. Bereits DVU und die Republikaner haben diesen Auflösungsprozess hinter sich gebracht. Und nun ist die NPD dran. Neben den “normalen” Differenzen, wie sie z.B. in Wilhelmshaven zwischen der NPD und ihrem Ratsabgeordneten Peter Müller bestehen, gibt es nun einen globalen Rundumschlag.

Das NPD-Parteipräsidium hat sich in einem Beschluss von den “autonomen nationalen Kräften” distanziert. Die gerne als “schwarzer Nazi-Block” bezeichneten angeblichen Autonomen, die fast durchgehend das NPD-Parteibuch besitzen, scheinen der Parteiführung ein Dorn im Auge zu sein.

Der “schwarze Nazi-Block” tauchte in den vergangenen Monaten vermehrt bei Demonstrationen der NPD und “freier Kräfte” auf. Die Symbole und Kleidung der Nazis wurden von linken autonomen Gruppen abgekupfert und durch eigene Facho-Symbolde ergänzt. Er ist als Nachfolger der Nazi-Skins zu sehen, die fast vollständig aus der Öffentlichkeit verschwunden sind. Und auch mit denen hatte die NPD so ihre Probleme, wenn sie sie nicht gerade als Saalordner oder Schlägertruppe brauchten.

Die selbsternannten Nazi-Autonomen schreien nunmehr auf und wollen sich von der NPD abtrennen. Allerdings bleibt die Frage offen, wie sie ohne die finanzielle und infrastrukturelle Unterstützung ihrer Partei überleben wollen. Unabhängig davon ist der autonome Gedanke natürlich in einem krassen Gegensatz zum Faschismus zu sehen. Hier zeigt sich also erneut, dass es mit dem Verstand der Nazis nicht weit her ist! Aber uns soll es nur Recht sein!

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