Im heutigen Termin vor dem Amtsgericht Wilhelmshaven kam zu Tage, was bereits vorher durchgesickert war. Durch einen Formfehler bezüglich eines Gläubigerwechsels wurde der Zuschlag an Heger nicht erteilt. Somit bleibt die Eishalle in Wilhelmshaven vorerst in der Hand der Gläubiger. Viele Bürger und Medienvertreter waren anwesend und verfolgten vor Ort die Geschehnisse.

Die Stadt Wilhelmshaven hat in einer Pressemitteilung von heute ebenfalls ihr Schweigen gebrochen. Die Verwaltung hatte bereits seit Tagen Kenntnis von dem Formfehler und wollte auf diesem Wege den Verkauf an den Rechtsaktivisten Hartmut Heger verhindern. Für das Netzwerk gegen Rechts ist dieses Verhalten nach wie vor nicht verständlich. Zumindest hätte die Stadt offen Stellung beziehen und im Hintergrund weiter gegen den Verkauf vorgehen können.

Für den 02.April 2008 ist ein neuer Versteigerungstermin angesetzt. Heger hatte bereits angekündigt, auch dann wieder bieten zu wollen. Bis zu diesem Termin kann die Eishalle jederzeit freihändig verkauft werden. Insofern ist das Problem des Verkaufes an Heger nicht vom Tisch, sondern nur verschoben. Insgesamt wurde also Zeit gewonnen, von einem Erfolg zu sprechen, trifft die Sache eindeutig nicht.

Das Netzwerk gegen Rechts wird sich am Donnerstag, den 04.10.2007 um 19.00 Uhr im DGB-Haus in der Weserstrasse treffen, um das weitere Vorgehen zu erörtern. Insbesondere muss es darum gehen, Alternativen zu finden, um den weiterhin drohenden Verkauf an Heger zu verhindern.

Pressemitteilung der Stadt Wilhelmshaven:

Eishalle Wilhelmshaven

Mit der einstweiligen Einstellung der Versteigerung hat die Stadt Wilhelmshaven ihr erstes angestrebtes Ziel, die Eishalle nicht in die Hand der H.H. Hotelservices GmbH fallen zu lassen, erreicht. Oberbürgermeister Eberhard Menzel hat sich in dieser Frage mit den Vorsitzenden der im Rat vertretenen Fraktionen und Gruppen in den letzten Tagen eng abgestimmt.

Gleichzeitig erklärt die Stadt Wilhelmshaven, in den letzen Wochen angemeldete Veranstaltungen rechtsextremer Gruppen verhindert zu haben, ohne das sie dazu von einem “Netzwerk-gegen-rechts” aufgefordert werden musste.

Nach der jetzt erfolgten Einstellung der Versteigerung wird die Stadt Wilhelmshaven Gespräche führen, ohne sich dabei in einen Immobilienpoker von rechten Preistreibern einzulassen.

Stadt Wilhelmshaven
Der Oberbürgermeister
Kommunikation & Koordination

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1 Kommentar bei “Ein Formfehler war schuld…”

  1. ... reimo sagt:

    04.09.07 ??? der war schon ..^^ meint ihr vllt den 04.10.07 ? grüße reimo

    Anmerkung Stop-Rechts!
    Ja, wir meinen natürlich den 4.10.2007 – danke für den Hinweis! Wir verbuchen es mal als … “Formfehler”. ;-) Datum wurde korregiert!

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