Geschrieben am 01.10.2007 von stopp-rechts
Wie bereits am Freitag vermutet, wird die Eishalle in Wilhelmshaven nicht an Hartmut Heger verkauft. Laut den Berichten mehrerer Medien von heute sei dem Hauptgläubiger das Gebot von 100.000,- € zu niedrig. Im Jeverschen Wochenblatt nimmt Heger zudem Stellung zu den Vorwürfen bezüglich seiner rechten Gesinnung und weißt diese entschieden zurück. Er wolle die Halle nicht für politische Zwecke nutzen, sondern ausschließlich für den Eissport.
Das Netzwerk gegen Rechts begrüßt die Entscheidung des Hauptgläubigers. Allerdings hat Heger bereits angekündigt, auch zum nächsten Versteigerungstermin im März 2008 wieder bieten zu wollen. Angeblich habe er ein Nutzungskonzept in der Tasche und alle Rahmenbedinungen seien geklärt.
In den vergangenen Tagen gab es von einigen Seiten Kritik an dem Protest des Netzwerks. Die braunen Taten der Herren Heger und Baar seien lange her und sie hätten sich ja vielleicht verändert. Und überhaupt ginge es um den Sport und nicht um die Politik. Besonders einige Eishockeyfans sind verärgert, dass die Eishalle nun erneut für Monate dem weiteren Verfall preisgegeben ist.
Grundsätzlich unterstützt das Netzwerk gegen Rechts jegliche Form des Breitensports. Wenn sich Kinder und Jugendliche in Sportvereinen und Freizeitstätten betätigen, so ist das zu befürworten und zu unterstützen – aber nicht um jeden Preis! Die Aufgabe des Netzwerk ist es nicht, Nutzungskonzepte und Investoren für die Eishalle aus dem Hut zu zaubern, sonder sich gegen jegliche Gefahr von Rechts zu stellen. Und hierbei haben wir eine breite Unterstützung in der Gesellschaft.
Die Verfehlungen der Stadt bezüglich der Eishalle sind unbestritten. Allerdings war und ist die Halle in privatem Besitz. Es liegt also vorrangig an den privaten Eigentümern, dass die Halle in einem solch marodem Zustand ist. Bezüglich des Verhaltens der Stadt, deren Zuschusspolitik und (mangelnder) Unterstützung des Eissports gilt es sicher noch so einiges aufzuarbeiten, aber auch das ist nicht Aufgabe des Netzwerk.
Allerdings hat es das Netzwerk geschafft, das Thema Eishalle in die Öffentlichkeit, die Politik und die Medien zu bringen. Viele Menschen beschäftigen sich mit der Thematik und wir hoffen, dass sich aus dieser Diskussion neue Lösungswege eröffenen – auch für den Eissport!
Was die Herren Heger und Baar betrifft, so haben wir, neben Informationen aus den 80ern und 90ern auch aktuelle. Wir werden die Infos in den nächsten Wochen aufarbeiten und hier einstellen, um die drohende Gefahr von Rechts genauer zu beleuchten. Klar ist auch, dass wir weiterhin jegliche rechte Aktivität von Beginn an bekämpfen werden! Der Weg, dass man doch erst mal schauen kann, was die Herren vorhaben, ist zu risikoreich und gefährlich. Wenn solche Menschen die Halle erstmal in den Händen haben und doch für ihre politischen Ziele mißbrauchen, ist es leider zu spät und die Krokodilstränen wären groß.
Besonders der Eishockeysport lebt von ausländischen Spielern und einer immer schon friedlichen Umgebung. Bei kaum einem Sport kommt es zu so wenig Auseinandersetzungen (außer den sportlichen auf dem Eis!), wie beim Eishockey. Die Entwicklungen in den Regionalligen beim Fussball sollten uns allen eine Warnung sein. Hier hat der rechte Mob viele Stadien übernommen und lässt den Sport in den Hintergrund treten. Auch in Wilhelmshaven tummeln sich Nazis im Stadion. Eine solche Entwicklung kann nicht im Interesse des Eishockeysports sein.

Das Netzwerk gegen Rechts wird auch weiterhin alles erdenkliche tun, um den Verkauf an Heger zu verhindern. Aber es wird auch alles erdenkliche tun, die Investoren und Sponsoren, die sich in den vergangenen Tagen bei uns gemeldet haben und unsere Aktionen unterstützen, zu einem Erwerb der Halle zu bringen. Denn auf diesem Wege ist ein Engagement der Rechten am ehesten zu verhindern! Und auch die Stadt darf nicht aus der Verantwortung entlassen werden! Es ist Aufgabe jeder Kommune, den Breitensport zu fördern und für attraktive Freizeitstätten für Kinder und Jugendliche zu sorgen. Und auch hier hat das Netzwerk so einiges in Bewegung gebracht. Nach monatelangem Schweigen ist die Halle wieder Thema bei unseren Lokalpolitikern.


Geschrieben am 19.02.2008 um 18:53 Uhr.
ich mochte gern wissen ab wie viel jahren man schlittschuh faren kann?
wo ist die eishalle?
in welcher stadt?
Geschrieben am 21.02.2008 um 19:59 Uhr.
is nich dein ernst oder?