Auch Tage nach dem üblen Vorfall beim Spiel des SVW gegen den VfB Oldenburg, bei dem einige “Fans” aus Wilhelmshaven durch rassistische Parolen und Transparente auffällig wurden, bewegt dies Thema weiterhin die Fussballwelt. Die Vereinsführung des SVW hat sich inzwischen mehrfach von den Vorfällen distanziert und betont, dass viele der Täter bereits seit längerem Stadionverbot in Wilhelmshaven hätten.

In diversen Internet-Foren schlagen die Emotionen aber weiterhin hoch. Natürlich ist allen klar, dass es sich bei den Straftätern “nur” um eine kleine Gruppe handelt. Die echten Fangemeinschaften des SVW pflegen eine gute Freundschaft zu den Fans anderen Mannschaften und verhalten sich absolut vorbildlich. Die Fan-Gesänge beschränken sich auf den üblichen und menschlich/politisch korrekten verbalen Schlagabtausch zwischen den Tribünen. Vor und nach den Spielen wird gemeinsam gefeiert und gefachsimpelt. Viele SVW-Fans sind tief bestürzt und drücken ihre Scham offen aus.

Trotzdem ist es nach wie vor eine schleichende Entwicklung in der Sportwelt, dass sich braune Gesinnungsgenossen die Stadien als Plattform für ihre faschistischen Parolen und Aktivitäten aussuchen. Hier lassen sich insbesondere junge Fans schnell und unkompliziert bewerben. Die Rattenfänger der NPD und deren “freier Kameradschaften” (AG Wiking, ANO, NFF, AKO) haben hier ein ähnlich leichtes Spiel, wie in den Bereichen Musik und Freizeitgestaltung.

Es werden keine NPD-Infostände aufgebaut, sondern gezielt junge Fans in “Fangruppen” organisiert, um diese dann mit den dunklen Ideologien der Nazis zu berieseln. “Alt-Nazis” (heisst hier: volljährig und somit strafmündig) benutzen besonders gerne minderjährige Fans, um diese zu Straftaten aufzufordern. Der ständige Kontakt der jungen Fans mit den eingefleischten Nazis führt häufig in eine braune Lebensgeschichte.

Solche Taktiken gehen aber nur dann auf, wenn sich die Vereine und Fans um ihre Verantwortung drücken. Es reicht nicht aus, nachdem es zu rassistischen Vorkommnissen gekommen ist, sich von diesen zu distanzieren und diese zu bedauern. Auch reichen Stadionverbote, so wichtig und richtig sie auch sind, bei weitem nicht aus.

Um zu verhindern, dass sich unsere Amateurligen zu einem Sammelbecken und einer Plattform für Nazis und Gewalttäter entwickeln, sind noch viele weitere Handlungen erforderlich. Hierzu gehört insbesondere eine intensive und somit auch hauptamtliche Fanbetreuung. Bereits in den Bundesligen hat sich gezeigt, dass Fanprojekte und Fanbeauftragte viel Unheil verhindern können.

Auch ohne Vorkommnisse wie in Oldenburg müssen sich die Vereine und Zuschauer immer wieder gegen Faschismus und Rassismus aussprechen. Dabei ist es sicherlich nicht hilfreich, wenn bekannte Rechtsaktivisten wie Robert Bahr in Wilhelmshaven auf der VIP-Tribüne sitzen und intensive geschäftliche Kontakte zur Vereinsführung unterhalten/unterhielten.

Besonders wichtig ist es aber, rechte Tendenzen in “Fangemeinschaften” früh zu erkennen und auch entsprechend zu handeln. Es macht keinen Sinn, solche Vorkommnisse, wie es sie in (fast) allen Stadien und bei (fast) allen Vereinen gibt, unter den Teppich zu kehren oder zu verharmlosen. Schädlich für den Ruf eines Vereins und einer Stadt sind nicht die Faschisten als solches, sondern die Tatenlosigkeit der Verantwortlichen und Fans.

Informative Aufdrucke auf Eintrittkarten, Berichte in Stadionzeitungen, Durchsagen, Transparente oder thematische Fanveranstaltungen sind nur einige Möglichkeiten, wie rechten Tendenzen in unseren Stadien entgegengewirkt werden kann. Wir sind uns sicher, dass auch uns insbesondere der SVW, dessen Verantwortliche und Fans, die Zeichen der Zeit erkannt und aus den Vorkommnissen gelernt hat. Nicht in jedem Fall sind solche Ereignisse zu verhindern – allerdings kann im Vorfeld so einiges dagegen getan werden. Die nächste Möglichkeit hierzu ist das Heimspiel des SVW gegen den VfB Lübeck am kommenden Samstag im Jade-Stadion.

10 Kommentare bei ““Young Boyz” beschäftigen die Fussballwelt”

  1. ... young-Boyz 2007 sagt:

    Ich bin selber bei den young boyz und ich weiß ganz genau das wir nur leute nehmen die 16 sind. Noch nie war ein minderjähriges kind dabei also kann das alles garnicht stimmen.
    Das wars.
    Man ey was ihr für scheiße labert.
    Young Boyz an die macht.
    Wir regieren die Fußball welt.

  2. ... Tim sagt:

    @young-boyz 2007:

    Setzen, sechs! Mit 16 Jahren ist man noch minderjährig, die Fussballwelt wird (leider) vom FC-Bayern und nicht ein paar Kindern aus Wilhelmshaven regiert und … ach, ich kann nicht mehr … auch du wirst eines tages aufwachen und merken, wie albern deine kindischen Kommentare waren!

  3. ... young-boyz 2007 sagt:

    Stress?
    Bayern kann in arsch gehen. Die Blau, Weiß, rote weißwurst ey.
    alter schwede.
    Wir hauen Kiel vo platz und von der erde. sieg in der 1,2 und 3 halbzeit.
    Ha Ho He Kategorie-C.
    Wir sind keine Fußballfans, wir sind Deutsche Hooligans.

  4. ... Tim sagt:

    Und wieder zeigt sich, wie sehr sich kleine Jungs überschätzen können. Bei einer echten 3. Halbzeit würdet ihr so dermaßen schnell ne nasse Hose haben, dass ihr euch wundern würdet! Und bitte: Ihr seid keine Klasse-C-Hools, sondern Provinz-Kicker-Kasper, die gerne Hools wären.

    Aber zumindest habt ihr die Schlachtrufe der echten Hools schön auswendig gelernt und betet sie nun runter um zu schockieren – bravo!

  5. ... Oi ! a way of life sagt:

    *hehe

  6. ... SUPER YOUNG-BOYZ sagt:

    HEEY ihr dämlichen F**zen
    young boyz sind die gailsten fans der welt mann …

    ohne youngboyz würde nix im stadion los sein also fresse

  7. ... DRF sagt:

    Der IQ von Young Boyz scheint zwischen 18 und 88 zu liegen. Arme kleine Jungs. Immerhin, es gelingt kuerzere Saetze auswendig zu lernen. Schon mal ein Anfang.

  8. ... DRF sagt:

    Ah, habe noch vergessen, drei Worte im Englischen werden ja auch beherrscht. Young, Boyz (=Boys – aber guter Versuch, zaehlt als richtig), und Hooligan. Wenn das der Fuehrer wuesste.

  9. ... Informant sagt:

    Kiddies! Nach dem Sieg gegen Kroatien am vergangenen Donnerstag mussten die Cops als Babysitter fungieren. Zitat der Ordnungskräfte: “Nicht große Fresse haben, herkommen!”. Und zack ab in den Bulli. Hätte gerne gesehen wie sie gegen die Überzahl “an Ausländern” gefightet hätten. Aber jetzt sind sie bestimmt stolz, weil sie mit der Polizei fahren durften. Fast wie im Praktikum…

    Guter Ratschlag… in der City nicht so vorlaut sein.

  10. ... >SVW 4-ever sagt:

    maan haltet doch einfach mal die fresse DRF und komischer Informant ihr habt doch echt keine ahnung das ist FUN partyy alles einfach der nervenkitzel und als wen du dich richtig atikulieren könntest SVW 4-ever
    uns hools wird es immer geben und IHR könnt nichts machen

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