Der bekennende Faschist Stefan Richardt aus Caroliensiel steht im Mittelpunkt von Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Aurich. Richardt, der auch Mitglied der NPD und Aktivist der Wilhelmshavener Kameradschaft AG Wiking ist, muss sich den Tatvorwürfen der Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole stellen. Aus dem beschaulichen Örtchen Carolinensiel vertreibt der faschistische Agitator den “JVA-Report”.

Der JVA-Report sieht sich als Sprachorgan inhaftierter Nazi-Gewalttäter. In dem Report kommen auch verurteilte Mörder zu Wort, um ihre faschistischen Gedanken weiter zu verbreiten. Auf eine Anfrage der Linken und eine Strafanzeige aus Berlin ermittelt nun die Staatsanwaltschaft gegen Richardt.

Zeitgleich scheint die Nazi-Szene in Wilhelmshaven eingeschlafen zu sein. Bis auf eine winzige “Gedenkfeier” zum Todestag des Nazi-Kriegsverbrechers und Massenmörders Rudolf Hess, organisiert von der AG Wiking, bei der aber nur eine handvoll Nazis anwesend war, herrscht Stille im braunen Sumpf.

Die NPD spielt in Wilhelmshaven keine Rolle mehr. Seit dem Ausscheiden des Faschisten Peter Müller, der für die NPD im Rat der Stadt war und der zur ebenfalls faschistischen Deutschen Partei (DP) übergelaufen ist, fehlen Aktivisten. Auch die AG Wiking beschäftigt sich seit einigen Monaten mehr damit, dem Demo-Tourismus zu frönen. Der (fast) einzig verbliebene Wilhelmshavener Nazi Wojczak tauchte auf diversen Kundgebungen und Demonstrationen der NPD und sonstiger faschistischer Organisationen auf.

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1 Kommentar bei “Ermittlungen gegen Nazi aus Caroliensiel”

  1. ... Der große Freund sagt:

    Es waren wohl ein paar mehr Hände dort. Du Trottel!

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