Geschrieben am 18.11.2008 von stopp-rechts
Inzwischen hat sich auch die rechtsradikale und faschistische Wilhelmshavener Kameradschaft AG Wiking zu dem Kundgebungsdebakel der Nazis in Esens zu Wort gemeldet. Verzweifelt versuchen die wenigen Aktivisten, den Samstag schön zu reden.
Wir wollen es nicht versäumen, die Stellungnahme der AG Wiking näher zu beleuchten:
In unseren Augen war die Kundgebung, vom 15.11.2008, gelungen. Wir haben dieses Jahr zum 2. Mal den Toten, von dem feigen und hinterhältigen Bombenangriff vom 27.09.1943, gedacht.
Zitat: AG Wiking
Das die Nazis den Tag nur als gelungen darstellen können, war zu erwarten. Den Aufmarsch ewig Gestriger als „Gedenken“ zu titulieren, ist eine der vielen Lügen der AG Wiking. Denn es ging der DVU und der rechtsradikalen Kameradschaft mehr um eine Selbstdarstellung.
Hunderte Polizisten waren vor Ort, Geschäftsläden mussten schließen und Straßen mussten gesperrt werden. Wie sinnlos man Steuergelder rausschmeißen kann, konnte man an diesem Tag in Esens ganz genau sehen.
Zitat: AG Wiking
Falsch ist, dass Geschäfte geschlossen werden mussten. Vielmehr war es die Entscheidung der Esenser Bürger, der Stadtverwaltung und der Geschäftsleute, ihre Geschäfte als Zeichen des Protestes gegen den Nazi-Aufmarsch geschlossen zu halten. Richtig ist, dass der Aufmarsch der DVU und der AG Wiking enorme Steuergelder verschlungen hat. Hierfür sind aber allein die Nazis verantwortlich, die sich ohne einen entsprechenden Polizeischutz nicht trauen, sich zu versammeln.
Bei der Kundgebung sprach unter anderem Hans-G. Wiechmann, der durch seine kraftvolle und emotionale Rede alles genau auf den Punkt brachte .Er zeigte uns und den Bürgern von Esens, dass es keine Schande ist unseren Toten würdevoll zu gedenken.
Zitat: AG Wiking
Keine der Reden war kraftvoll oder emotional. Vielmehr waren es die Reden verbitterter alter Männer, die ohne Ziel im Leben der zerstörerischen Vergangenheit nachhängen. Kein Bürger von Esens hat die Reden gehört, da sie sich für den antifaschistischen Widerstand entschieden hatten. Außer den DVU-Funktionären und den Berufsdemonstranten der AG Wiking stieß niemand zu der Nazi-Kundgebung hinzu!
Er sprach auch an, wie viele Greise, Frauen, Kinder und deutsche Soldaten in den Kriegsjahren durch Völkermord, Vertreibung, Folterung, Gefangenschaft und weitern sinnlosen und unmoralischen Taten ums Leben kamen. Weiterhin fragte er auch, wo die ganzen Denkmäler für diese deutschen Menschen hier sind.
Zitat: AG Wiking
Richtig ist, dass unzählige Frauen, Kinder und Greise Opfer des Nationalsozialistischen Vernichtungskrieges wurden. Die Verantwortung hierfür trägt allein das deutsche Volk! Wer ganz Europa mit Blut und Tränen, mit Mord und Totschlag, mit Vernichtung und Brutalität überzieht, der sollte sich nicht wundern, wenn die betroffenen und geschundenen Länder zurück schlagen! Kein Deutscher Soldat, der sich an diesen Verbrechen beteiligt hat, hat ein Denkmal verdient! Kein Deutscher, der sich nicht an dem antifaschistischen Widerstand beteiligt hat, hat ein Denkmal verdient!
Täglich standen die Zeitungen voll, das Nationale in Esens nicht gesehen werden wollen und doch konnte man uns nicht dran hindern, in die Kleinstadt Esens zu kommen. In den Zeitungen konnte man Lesen, dass die Bürger in Esens keine Nazis haben wollen, doch außer ein paar Antifaschisten, Gewerkschaften und angeblich Demokratische Parteien, wie CDU, SPD usw., waren kaum Esenser Bürger zu sehen, dann noch ein Haufen Schaulustige die sich das nur angeschaut haben. Selbst Schulklassen benutzte man für ihre Zwecke. Diese wussten wahrscheinlich noch nicht mal, was dort wirklich passiert.
Zitat: AG Wiking
Eine Handvoll Nazis läuft zur Hochform auf. Gerade knapp 20-30 Aktivisten fanden sich ein, um den braunen Reden ihrer Funktionäre zu lauschen. Mehr als 600 Bürger haben sich an den antifaschistischen Kundgebungen beteiligt. Alleine bei den Vorbereitungstreffen waren jeweils über 100 Bürger anwesend. Es ist schon toll, wie die Nazis, versteckt hinter Gittern und Polizeispalieren einschätzen konnten, wer auf der anderen Seite demonstriert.
Die Antifaschisten, die dort anwesend waren, warfen vereinzelt mit Steinen, riefen hirnlose Parolen, wie z.B. „Wir kriegen euch alle“, aber niemand kriegte uns. Das sei euch gesagt:“Wir haben keine Angst vor euch!
Zitat: AG Wiking
Kein antifaschistischer Demonstrant hat Steine geworfen. Es ging zu keinem Zeitpunkt Gewalt von den Demonstranten aus. Dies wird auch durch den Bericht der Polizei bestätigt!
In der Masse wollt ihr stark sein, aber auf dem Weg nach Esens trafen wir auch auf Antifaschisten, die einen riesigen Bogen um uns machten. Und auch wieder in Wilhelmshaven angekommen, traf man noch auf einige Antifaschisten, die sich nicht getraut haben, uns zu beleidigen oder anzusprechen. Ihr seid einfach nur Feige. Ihr seid es doch, die sich im Schutz der Polizei versteckt hielten und sobald ihr alleine seid scheißt ihr euch in die Hosen und bekommt euer Maul nicht auf.
Zitat: AG Wiking
Erneut zeigt die AG Wiking, welch einfache Struktur ihre Mitglieder aufweisen. Keinem Antifaschisten geht es um die körperliche Auseinandersetzung. Es liegt nicht in unserem Interesse, uns auf die Ebene der Nazis herab zu lassen. Aber wir werden Euch immer zeigen, dass wir da sind!
Aber davon mal abgesehen, gibt es hier in Wilhelmshaven kaum Antifaschisten, ein paar vereinzelte und meist sogar noch Kinder, ein paar Punker, die aber eh nur Saufen und sich ihre Rübe mit Drogen zu dröhnen. Na ja und dann ist da noch die billige Internetseite “Stop Rechts“, deren Betreiber ganz allein versucht gegen uns zu „kämpfen“ .Dieser verdreht durch seine völlig verlogenen und erfundenen Berichte die Tatsachen und er scheint den Sinn zur Realität schon vollkommen verloren zu haben. Ganz nach dem Motto: „Was ich nicht sehen will, das gibt es auch nicht!“
Zitat: AG Wiking
Der Antifaschismus ist in Wilhelmshaven tief verankert. Zum Aufmarsch der NPD an der Jade gingen über 1.000 Wilhelmshavener Bürger auf die Strasse, um den Nazis zu zeigen, dass sie auch in Wilhelmshaven nicht erwünscht sind. Nicht umsonst wagt es die AG Wiking seit ihrem Bestehen nicht, eine Kundgebung in Wilhelmshaven zu veranstalten. Sie demonstrieren im Schutze der Dunkelheit und ohne Anmeldung, um sich nicht dem breiten Protest der Bürger auszusetzen. Sie flüchten nach Esens, Oldenburg oder Dresden, weil sie in Wilhelmshaven keine Menschen mobilisiert bekommen. Sie haben schlichtweg Angst vor ihrem eigenen Versagen.
Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts, welches auch die Internet-Homepage www.stop-rechts.de/www.stopp-rechts.de betreibt, ist ein Bündnis aus Parteien, Gewerkschaften, Verbänden, Kirchen und Einzelpersonen. Was bleibt den Nazis anderes übrig, als den Antifaschismus herunter zu reden. Andernfalls müssten sie zugeben, dass sie immer in der Minderheit waren und es auch immer bleiben werden.
Aber eins soll euch gesagt sein: „Niemand, aber auch wirklich niemand kann uns verbieten, unseren Toten zu gedenken!“ Wir werden auf jeden Fall, Jahr für Jahr, wieder kommen und das nicht nur einmal, das ist ein Versprechen. Wir waren vielleicht nicht viele, aber das müssen wir auch nicht sein. Uns geht es nicht darum Aufsehen zu erregen, nein es geht uns darum, den Toten würdevoll zu gedenken und dafür werden wir kämpfen, Jahr für Jahr!
Zitat: AG Wiking
Eine kleine Gruppe krimineller Faschisten bedient sich (oder wird benutzt) der Greise der DVU, steht stumm im Nieselregen und wartet auf einen Tag, den sie seit Jahren herbei beschwören, der aber nie kommt. Immer wieder behaupten sie, dass sie bald siegen werden.
Was passiert aber: Nichts!
Wer mit Aufklebern von Rudolf Hess, einem massenmordenden Kriegsverbrecher, an der Jacke von „würdevollem Gedenken“ spricht, sollte sich schnellstmöglich in Behandlung begeben. Die Täter verherrlichend, den Mord verleugnend und die Geschichte verdrehend versuchen sie, sich selbst und die Welt zu belügen. Wenn selbst die Hilfe von Christian Worch nicht mehr ausreicht, um mehr als 10 eigene regionale Nazis zur Demo zu bekommen, dann zeigt dies, wie isoliert die AG Wiking in der faschistischen „Bewegung“ ist.
Die Aussage der AG Wiking, jedes Jahr wieder nach Esens kommen zu wollen, ist für uns keine Drohung! Es ist der Aufruf an alle Antifaschisten, auch weiterhin geschlossen gegen jegliche Art der Volksverhetzung, des Faschismus und gegen die kriminelle Vereinigung AG Wiking auf die Strasse zu gehen!



Geschrieben am 18.11.2008 um 19:57 Uhr.
Hallo,ich war in Esens um mich einmal selber vor Ort umzuschauen(kein Demonstrant).Sonst liest man ja nur in der Presse von solchen Aufmärschen.Ich finde es traurig das man um solche armen Jungs soviel Wirbel macht.Man hätte sie dort ruhig alleine lassen solln.Dann wären sie mit Tränenden Augen nach Hause gefahren weil sie niemand beachtet hätte. Spätnachmittags waren vier von den “AG Wiking” in Wittmund und haben dort beim Türken einen Dörner gegessen.Als ich sie sah dachte ich es gibt bestimmt ärger.Nichts davon sie haben den Dörner verspeist und haben sich dann auf und davon gemacht. Was ich damit sagen möchte ,nehmt diese Leute nicht zu ernst sie sind nur arme kleine Kinder,wenn man sie nicht beachtet und in der Presse nicht so hochspielen würde lägen sie womöglich noch bei Mama an der Brust!!!!!!
Anmerkung von Stop Rechts:
Lieber Johann, wir teilen Deine Auffassung bezüglich der Dummheit und Verwirrtheit der Nazis. Auch wissen wir, dass ein großer Teil der Nazis nur kurz in deren “Bewegung” bleibt, da sie sich von gewissen Erscheinungen blenden lassen. Nazis sind entweder verdammt jung, oder Greise. Aber es bleibt ein harter Kern (in Wilhelmshaven gerade mal max. 5), die gewalttätig, kriminell und bis in die letzte Körperzelle faschistisch sind.
Nazis zu ignorieren ist keine Lösung. Natürlich wäre es ein schönes Bild, wenn eine handvoll Nazis dumm auf einem Platz stehen würde und niemand sie beachtet. Aber auch dies würden die Nazis als Erfolg auslegen, da kein Widerstand vorhanden war. Es bleibt dabei, dass niemand seine Augen vor dem täglichen Faschismus verschließen darf. Und dazu gehören nicht nur die Hardliner und Aufmärsche der Funktionäre und Berufsdemonstranten. Es gehört der tägliche und latente Faschismus dazu, der in vielen Köpfen vorhanden ist. Dies zeigt sich immer dann, wenn mal eine faschistische Partei “Wahlerfolge” zu verzeichnen hat.
Der Faschist Peter Müller, der im Rat der Stadt Wilhelmshaven sitzt, wurde nicht nur von den 5 Nazi-Aktivisten gewählt! Hier haben so einige Bürger unserer Stadt ihre wahre Gesinnung gezeigt. Es werden immer Minderheiten bleiben, die man nicht stark reden darf – soweit richtig! Aber unsere Aufgabe als Demokraten ist es, den Faschismus im Keim zu ersticken und jedes Aufflammen faschistischer Parteien und Verbindungen zu unterbinden. Und nur wenn wir immer wieder auf die Strasse gehen, bleibt dieses Thema in den Köpfen und den Medien. Verdrängen ist keine Lösung!
Faschisten aus Wilhelmshaven, Sande und Schortens und Mitglieder der Wilhelmshavener AG Wiking haben in den letzten Jahren mehrfach brutal Menschen zusammen geschlagen, nur weil sie Ausländer oder “links” sind. Überfälle mit Baseballschlägern, mutwillige Zerstörung, Körperverletzungen, Nötigungen – all dies gehört zum “Alltag” in Wilhelmshaven. Gerne stellen wir Dir die diversen Urteile und Protokolle zur Verfügung, damit Du nachlesen kannst, mit welcher Gewalt, Brutalität und Menschenverachtung die Wilhelmshavener Nazis vorgehen.
Wilhelmshavener Nazis sorgen bundesweit für die Rekrutierung von faschistischem Nachwuchs. Durch die Wilhelmshavener “Liedermacher” Frei & Stolz (Peter Bartels und Björn Wilhelmsen) werden junge Menschen geködert, um für die braunen Ideale missbraucht zu werden. Sie verteilen faschistische CD´s an Wilhelmshavener Schulen, die kleben ihre braunen Parolen auf Häuserwände und schrecken dabei nie vor Gewalt zurück.
Würdest Du die Nazis auch ignorieren wollen, wenn sie vor Deiner Tür stehen, sie eintreten und dich brutal zusammen schlagen, nur weil Du ein Linker bist!? Würdest Du sie ignorieren wollen, wenn sie Deinen ausländischen Freund ermorden!? Würdest Du sie ignorieren wollen, wenn Dein Kind in ihren Reihen laufen würde!?
Ja, es sind nur eine Handvoll! Ja, es sind oft noch halbe Kinder! Ja, es sind meist arme Schweine, die im Leben nichts erreicht haben, Ja, es sind auch Opfer unserer Gesellschaft! Aber NEIN! Wir werden sie nicht ignorieren! Wir werden sie nicht alleine demonstrieren lassen! Wir werden ihnen nicht unsere Kinder, nicht die Strasse überlassen! Faschismus zu ignorieren hat das 3. Reich erst möglich gemacht!!
In diesem Sinne:
Keinen Fußbreit den Faschisten!
P.S.: Schade, dass Du Dich nur als Beobachter und nicht als Demonstrant in unserer Reihen begeben hast!