Geschrieben am 15.11.2008 von stopp-rechts
Gerade einmal 18 Nazis (laut Polizeibericht 30 – wir haben sie beim besten Willen nicht zusammen bekommen…) haben sich heute in Esens versammelt.
Dem Aufruf der DVU und der AG Wiking ist somit kaum ein Faschist gefolgt. Unter den Teilnehmern war u.a. Christian Worch. Mehr als 60 Teilnehmer wurden von der DVU angekündigt. Aus Wilhelmshaven waren die drei Vertreter der AG Wiking dabei. Manuel Wojczak durfte sich als Fahnenträger beweisen.

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Ganz Esens hatte für heute “dicht” gemacht. Die Geschäfte in der Innenstadt blieben geschlossen. Die Bürger folgten zu Hunderten (lau Polizeibericht 600!!!) dem Aufruf der Stadt, der Parteien und Gewerkschaften, der Verbände und Vereine, sich an den völlig friedlichen Gegenaktionen zu beteiligen.

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Esens war übersät von rot-weißen Schildern, auf denen unmissverständlich geschrieben stand: NAZIS RAUS! Plakate in den Geschäften, Transparente an den Schulen, Häusern und über die Strassen gezogen verbreiteten die selbe Botschaft.

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Eine ganze Stadt hat gezeigt, wie friedlicher und aktiver antifaschistischer Protest aussehen kann.
Die Bürger trugen die selben Schilder an der Kleidung, wie sie zu Hunderten an den Laternenmasten hingen. Wer in Esens ankam, der wusste sofort, das die Region keine Nazis dulden will.
Unter dem Schutz mehrerer Hundertschaften Bereitschaftspolizei und hinter den Absperrgittern versammelte sich das Häufchen braunes Elend um die bekannten Phrasen zu dreschen. Warum die Polizei, trotz des Protestes der Antifaschisten, den Nazis die Nutzung eines Lautsprechers zubilligte, ist noch nicht geklärt.

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Die AG Wiking wurde augenscheinlich von ihren Kameraden im Stich gelassen. Keine Nazis aus Brandenburg oder MV. Nur wenige aus Friesland und Oldenburg. Von den insgesamt 18 Teilnehmern kamen rund 10 nicht aus der Region. Also haben nur 8 regionale Nazis den Weg nach Esens gefunden.

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Die Kundgebung der DVU wurde von durchgehendem lauten Protest der Esenser Bürger und der Antifaschisten aus dem gesamten Norddeutschen Raum begleitet. Friedlich aber laut – das war das Motto der Gegenkundgebung.

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Nach dem Ende der Kundgebung mussten sich die angereisten Nazis, wiederum begleitet und beschützt von Hundertschaften der Bereitschaftspolizei, ihren Weg durch Esens bahnen. Die Gruppe der weiter angereisten um Christian Worch fuhr mit Autos durch die Fußgängerzone.
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Vorbei an den geschlossenen Geschäften, umsäumt von Antifaschisten. In den Gesicherten der Nazis war zu erkennen, wie erschrocken diese über den breiten Protest einer ganzen Stadt waren.
Die Gruppe um Manuel Wojczak musste sich zu Fuß auf den Weg zum Bahnhof machen. Auch sie begleitet von Polizei und Antifaschisten. Allerdings kamen die Antifaschisten dem kleinen Grüppchen Nazis so nahe, dass diese sogleich Panik in den Augen hatten. Ihre Köpfe hinter den Polizisten versteckt, suchten sie das Weite.

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Aber auch hier zeigten die Antifaschisten, dass friedlicher Protest der beste Weg gegen Faschisten ist. Trotz diverser Möglichkeiten, sich der Gruppe Nazis gegenüber zu stellen, blieben die Antifaschisten friedlich und beschränkten sich auf den verbalen Protest. Außerdem wäre es töricht gewesen, abreisende Nazis an ihrer Abreise zu hindern.

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Alles in allem eine gelungene Aktion der Stadt Esens, ihrer Bürger und der vielen Antifaschisten, die den Weg an die Küste gefunden hatten. Die Nazi-Kundgebung wurde zwar durchgeführt, war aber der totale Reinfall. Erneut hat die AG Wiking bewiesen, dass sie nicht in der Lage ist, eine Kundgebung zu organisieren und hierfür zu mobilisieren. Kruk, Oldenburg und Esens sind nur einige Beispiele des Versagens der AG Wiking.
Bleibt zu hoffen, dass sich Städte wie Wilhelmshaven ein Beispiel an den Bürgern Esens nehmen. Der Ankündigung der DVU, auch im nächsten Jahr wieder nach Esens kommen zu wollen können wir nur Antworten:
WIR AUCH! Und wir sind deutlich mehr!!
Die Pressemitteilung der Polizei Aurich finden Sie hier: www.polizei.niedersachsen.de
Weitere Fotos sind auf der Page der Recherche Nord zu finden
Hier sind auch die Wilhelmshavener Nazis manuel Wojczak und Jens Wagenlöhner gut zu erkennen: www.recherche-nord.com


Geschrieben am 17.11.2008 um 00:32 Uhr.
In diesem Artikel werden die Nazis stark verharmlost.
Über 50 Nazis waren es schon auf dem Platz. Einige hielten sich u.a. am Rand im Schutz der Häuser und der Bullen auf. Sie gelangten leider ungehindert auf den Platz und konnten sich dort dank einer sehr großzügigen Absperrung frei bewegen.
Von einer “Angst” bei den Nazis war nichts zu spüren. Sie fühlten sich sehr sicher. Und bei der Abreise wurden sie auch noch massiv von den Bullen beschützt.
Die Antifa war leider viel zu schwach vertreten um hier wirklich etwas ausrichten zu können.
Laut Bullenbericht nur etwa “70 linke Anhänger”. Das müssen nächstes Jahr deutlich mehr werden, wenn wir diese Nazi-Umtriebe wirklich verhindern wollen. Mit Nazis Raus! -Plakaten und -Klebern kann so etwas nicht verhindert werden. Das kann man sich sparen.
Das war leider eine erfolgreiche Veranstaltung für die Nazis.
Anmerkung von Stop Rechts:
Mehr als 600 Antifaschisten standen einer Hand voll Funktionären der DVU, einer Hand voll verblendeter Faschisten aus Wilhelmshaven, Ostfriesland und Friesland gegenüber. Friedlicher Protest bewirkte, dass die Nazis isoliert und deutlich geschwächt im Nieselregen des Marktplatzes ohne Öffentlichkeit standen. Eine ganze Stadt hat ihren Unmut mit Plakaten und Trillerpfeifen zum Ausdruck gebracht. Was hieran ein Erfolg für die Nazis sein soll, bleibt uns ein Rätsel. Einzig die Tatsache, dass die Nazi-Kundgebung überhaupt stattgefunden hat, ist eine Niederlage für das antifaschistische Bündnis!
Wer, wie wir, den Nazis bei ihrem Abmarsch in die Augen sehen konnte, der hat auch deren Angst und Verwunderung entdecken können. Waren sie es von anderen Demonstrationen gewöhnt, von der Polizei weiträumig abgeschirmt zu werden, so standen sie in Esens den Antifaschisten direkt gegenüber – das machte sie schon nervös!
Und NEIN!
Die Antifa war nicht zu schwach vertreten! Alle 600 Gegendemonstranten waren Antifaschisten! Und das ist für Esens schon eine reelle Größe!
Geschrieben am 20.11.2008 um 21:48 Uhr.
Wäre die DVU nicht Anmelder der Kundgebung gewesen, wären bedeutend mehr “Nazis” und “Faschisten” nach Esens gekommen.
Eine Veranstaltung wo Pseudo-Nationale wie die DVU Anmelder sind, wird es von Seiten der militanten NS-Scene niemals eine Unterstützung geben.
Daran kann auch die AG-Wiking nichts ändern.
Aber das wird sich in den nächsten Jahren ändern.
Ohne die DVU, dafür mit echten nationalen Sozialisten!
See ya 2009 in Esens/East Frisia
Anmerkung von Stop Rechts:
Zumindest sagt dieser Kommentar klar, dass “nationale Sozialisten” eben auch Nazis und Faschisten sind – danke dafür!
Geschrieben am 21.11.2008 um 16:25 Uhr.
@ Stop Rechts
Naja, es ist ja eher eure Sprache jedem und alles was sich zur Nation bekennt als Nazis und Faschisten zu bezeichnen, was eigentlich eher lächerlich wirkt.
Aber das sind wir ja gewohnt, und es stört uns nicht weiter.
Allerdings muss man schon schmunzeln wenn man den Unterschied zwischen Nationalen Sozialismus und dem wahren Faschismus (Nationalsyndikalismus) nicht kennt, der aus Italien vom Duce ursprünglich stammt.
Also ich kenne nicht viele richtige “Deutsche Faschisten”.
Viele Aktivisten aus dem Nationalen Widerstand haben sich wie ihr auch noch nie damit beschäftigt, sie dennoch so zu bezeichnen wirkt wirklich peinlich.
Das beste Beispiel ist doch Peter Müller, wenn der ein Faschist sein soll, bin ich der Duce persönlich.
Also selbst Populist wäre schon ein bischen hoch gegriffen.
Für uns ist er nur eine lächerliche Karikatur.
Aber passt schon, ein bischen Comedy auf Stop Rechts ist immerhin auch mal wat.
Anmerkung von Stop Rechts:
Und das sagt ein Mensch, der sich als “Nationalist” bezeichnet und den Nick-Name “Viva la fascista” wählt!? Wie dumm kann man denn eigentlich noch sein?
Geschrieben am 10.12.2008 um 21:56 Uhr.
alles schön und gut mit den bildern der demo,aber die nummernschilder und bilder der fahrzeuge werden umgehend entfernt.andernfalls wird es eine strafanzeige,gegen den websitebetreiber geben.
mit nicht freundlichern grüssen silvio
Anmerkung von Stop Rechts:
Das haben wir gerne! Erst in aller Öffentlichkeit an einer Kundgebung teilnehmen, dann aber nicht erkannt werden wollen.
Wer mit seinem PKW, nur weil er zu faul zum Laufen ist, mitten in eine Fußgängerzone fährt um in der Mitte eines Marktplatzes (umringt von Fotographen) zu parken, der wird halt gesehen! Die Fotos der Autos sind in fast allen örtlichen Tageszeitungen erschienen – viel Spass beim Klagen – wir werden auch hierüber ausführlich berichten!