Die Bevölkerung Wilhelmshavens hat heute auf dem Gelände des Pumpwerk Flagge gegen die Nazis gezeigt. Über 300 Menschen nahmen an dem Aktionstag teil. Zeitgleich versammelten sich 28 Nazis der DVU, unter ihnen 13 angereiste und bezahlte DVU-Funktionäre, die den braunen Parolen lauschten, auf dem völlig abgeriegelten Valoisplatz. Kein Wilhelmshavener Bürger wollte den Rechtsradikalen zuhören. Noch während der Kundgebung verringerte sich die Zahl der Nazis auf 9. Daran konnte auch der abgehalfterte Berufs-Nazi Christian Worch nicht ändern.

Beim Aktionstag des Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts am Pumpwerk wurde gesprochen, diskutiert, informiert und gefeiert. Inhaltliche Vorträge und Redebeiträge wechselten sich mit Aktionen ab. Bei bestem Wetter wurde der Aktionstag von allen Bevölkerungsschichten angenommen.

Heute ab 19.00 Uhr ist Einlass zum kostenlosen Rock gegen Rechts Konzert im Pumpwerk. Decibel, KIM? und die Fro-Tee-Slips werden diesem erfolgreichen Tag den gebührenden Abschluss verpassen. Nicht erwähnenswert und doch genannt ist der völlig friedliche Verlauf des Aktionstages. Wir danken allen Besuchern und Mitwirkenden. Fotos, Videos und ein ausführlicher Bericht folgen am Sonntag. Ab jetzt wird gegen Rechts gerockt – viel Spaß dabei!

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6 Kommentare bei “Wilhelmshaven zeigt Gesicht und ist Bunt statt Braun”

  1. ... Knut sagt:

    friedvoll, nicht erwähnenswert?

    denke schon…

  2. ... Hajo sagt:

    eine gelungende aktion …. bis auf eine blassnase die mich dort bischen aus der resever locken wollt .. aber auch das störte nicht weiter

  3. ... WILHELMSHAVERNER sagt:

    Aktion gegen den braunen Unrat war ein voller Erfolg!

    Der braune Pöbel auf dem Valoisplatz sollte es realisieren das der Nazipöbel in Wilhelmshaven
    keine Zukunft hat!

    Und daran werden die braunen Spinner von der AG Wiking nichts ändern.

    Ein zufriedener Wilhelmshaverner

  4. ... lili sagt:

    Ein voller Misserfolg für uns Antifaschisten!

    Die Nazis konnten ungehindert ihre Parolen ausposaunen. Kein sicht- oder hörbarer Protest am Ort der Nazi-Versammlung. Hinter den Scheiben des Hotels und dem Bahnhof konnten viele Bürger den dumpfen Parolen fast 2 Stunden lauschen.

    Gerade mal 200 (lt. Polizeibericht) Antifaschisten hatten sich abseits vom Geschehen versammelt. Warum nicht nicht direkt bei den Nazis?

    In Esens haben wir immerhin noch 600 gegen die DVU mobilisieren können. Und nun nur noch schlappe 200. Wo soll das noch enden?

    Aber trotzdem: Nazis raus!

    Anmerkung von Stop Rechts:
    Nicht 200 Menschen haben Gesicht gegen Rechts gezeigt, sondern am Aktionstag und bei Konzert zusammen weit über 600! Heißt es Versagen, wenn man nicht versucht, Polizeisperren, die mit Wasserwerfern und Pferdestaffeln geschützt sind, zu durchbrechen? Mal ehrlich, es war nicht unser Ansinnen, eine Straßenschlacht mit der Polizei anzuzetteln, sondern friedlich gegen Nazis zu demonstrieren. Und das haben wir mit großem Erfolg getan!

    Der Weg des Netzwerk gegen Rechts ist und bleibt friedlich und informativ. Wenn es uns gelingt, den braunen Parteien die Wähler abtrünnig zu machen, so ist das ebenso viel Wert, wie die Verhinderung einer Kundgebung. Der Aktionstag war ein Erfolg und wird es bleiben. Das auch wir mehr als betrübt über die faschistische Kundgebung sind, ist doch klar. Aber es macht wenig Sinn, im Umkehrschluss den Aktionstag als Misserfolg zu werten!

  5. ... Sprit auf 1,23 Euro sagt:

    Fast kein BürgerInnen in WHV hat Gesicht gezeigt! Auch die x Zuschauer auf dem abendlichem Konzert haben kein Gesicht etc. gezeigt! Sie waren einzig und alleine wegen der Bands da, sonst nix! Genauso die Parteien, die außer ihren Infotischbesatzungen nicht mobiliesieren konnten! Menzel lief mit seinem 0,5 Liter Bier durch die Reihen….beschäment!

    Nur durch das eigene Versagen der FaschistInnen ist es bei denen zum Fiasko geworden, sonst nichts!

    Die Aktion des Netzwerkbündnisses war gut, denoch zeitlich und örtlich “wärend” der Kundgebung falsch gewählt!

    Anmerkung von Stop Rechts:
    Weder zeitlich noch örtlich haben wir uns falsch entschieden! Wir haben bewusst das Pumpwerk mit seiner räumlichen Nähe zum Valoisplatz gewählt. Wäre es tatsächlich besser gewesen, sich an den drei Absperrungsringen mit Wasserwerfern, Räumpanzern und Einsatzkommandos anzulegen!? Hätten wir die jämmerliche Kundgebung der DVU dadurch verhindern können? Ist es nicht auch gut, zu sehen, dass die von der DVU angekündigten Massen nicht kamen!? Kein Bürger der Stadt hat die Parolen der DVU gehört. Keine Nazis sind angereist! Die AG Wiking und die DVU haben umfassend versagt!

    Das sich Teile der Bevölkerung sicher auch von den Kriminalisierungsversuchen der Polizei haben abschrecken lassen, ist nicht zu bestreiten. Allerdings hat das Netzwerk gegen Rechts erneut bewiesen, dass es für friedlichen Protest steht, der sich nicht aufhalten lässt. Wir brauchen keine Vermummung, wir müssen nicht an Abspergittern in Schamützeln mit der Polizei geraten, wenn wir gegen Faschismus protestieren wollen. Es gibt nicht DEN Protest, sondern viele Formen des Protestes – eben Bunt statt Braun! Und jede Art des Protestes gegen Rechts hat seine Berechtigung.

    Konstruktive Kritik ist trotzdem erwünscht und wir sind über jeden Vorschlag, wie wir unsere Arbeit verbessern können dankbar. Am 04. Mai um 19.00 Uhr ist beim Treffen des Netzwerkes im DGB-Haus die nächste Gelegenheit hierfür.

  6. ... Profi sagt:

    Ich finde es war eine gelungene Veranstaltung, da wir auch dieses Mal bewiesen haben, friedlich gegen die Rechten demonstrieren zu können.

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