Geschrieben am: 17.07.2008 von stopp-rechts
Noch vor wenigen Tagen gab es einen Bericht zur Demo in Oldenburg auf der Homepage der “Freien Kräfte Oldenburg”. Überschrieben war der Bericht mit dem Titel: “Sie kamen, sahen und siegten”. Heute sind die “Freien Kräfte Oldenburg” Geschichte – sie haben sich aufgelöst!
Grund der Auflösung wird das Debakel der Demo am 05.07.2008 gewesen sein. Nicht die großspurig angekündigten 200 Faschisten kamen, sondern nur 56. Eine schlechte Vorbereitung, eine schlechte Selbstdarstellung und die dummen Sprüche der Demo-Teilnehmer führten zu bundesweitem Gelächter über die Oldenburger, Friesländer und Wilhelmshavener Nazis.
Natürlich ist somit eine der vielen Nazi-Strukturen im Nordwesten zerschlagen, die Nazis existieren aber weiter. Es wird wohl nur eine Frage der Zeit sein, bis sich eine neue Struktur bildet. Wir werden die Oldenburger Nazis weiter beobachten!


Es ist schon eine bittere Wortkombination. Zwei der (in Bezug auf Wilhelmsen ggf. ehemals) extremsten Wilhelmshavener Nazis arbeiten an der Jade als Schädlingsbekämpfer. Die Firma “Nord-Ex“, deren Geschäftsführer das ehemalige Mitglied der Nazi-Band “Frei & Stolz“, Björn Wilhelmsen ist, ist in Wilhelmshaven aktiv. Auch das weitere Mitglied von “Frei & Stolz“, der immer noch als Nazi-Musiker aktive Peter Bartels, scheint bei “Nord-Ex” tätig zu sein.
Der seit elf Jahren in Lübeck einsitzende Rechtsterrorist und Polizistenmörder Kay Diesner hatte im Februar 1997 den Berliner Buchhändler und PDS-Mann Klaus Baltruschat zum Krüppel geschossen. Kurz darauf tötete er in Schleswig-Holstein den Polizisten Stefan Grage und verletzte dessen Kollegen Stefan Kussauer schwer. In einem der härtesten Urteile gegen einen Neonazi war Diesner zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
Nach einer ersten Auswertung der uns vorliegenden Bilder wird es für die Oldenburger Nazis immer peinlicher! Mit Manuel Wojczak war genau ein Vertreter der Wilhelmshavener AG Wiking in Oldenburg. Wojczak wurde auch als Ordner eingesetzt. Zumindest scheint er, trotz seiner nachgewiesenen Umnachtung, noch in der Lage, am Rande eines Nazi-Spaziergangs mit zulaufen. Begleitet wurde Wojczak von einigen Nazis aus dem Raum Friesland. Unter ihnen war wohl auch einer der Straftäter, die mit Steinen auf die Teilnehmer des Netzwerk gegen Rechts-Treffens in Wilhelmshaven geworfen haben.