Nazi-Demo in Oldenburg – Wer kam woher?

Zwischen 50 und 60 Nazis trafen sich am Samstag in Oldenburg. Mehr als 200 waren angekündigt. Auf kaum einer Nazi-Homepage sind Berichte zur Demo zu finden, da es ihnen wohl selber eher peinlich ist, dass sie kaum Mitläufer für ihr braunes Treiben gefunden haben. Doch woher kamen die Nazis?

wojczak Nach einer ersten Auswertung der uns vorliegenden Bilder wird es für die Oldenburger Nazis immer peinlicher! Mit Manuel Wojczak war genau ein Vertreter der Wilhelmshavener AG Wiking in Oldenburg. Wojczak wurde auch als Ordner eingesetzt. Zumindest scheint er, trotz seiner nachgewiesenen Umnachtung, noch in der Lage, am Rande eines Nazi-Spaziergangs mit zulaufen. Begleitet wurde Wojczak von einigen Nazis aus dem Raum Friesland. Unter ihnen war wohl auch einer der Straftäter, die mit Steinen auf die Teilnehmer des Netzwerk gegen Rechts-Treffens in Wilhelmshaven geworfen haben. Weiter lesen!

Der vollständige Bericht zur Demo in Oldenburg

Jeglicher Aufruf von faschistischen Parteien oder Organisationen zu einer Demonstration erfordert die Einmischung der Bevölkerung, um dem braunen Spuk zu entgegnen. Also formierte sich das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts auch zum Aufmarsch der selbst ernannten “freien Kräfte” aus Oldenburg. Die “freien Kräfte Oldenburg” sind, wie die meisten Kameradschaften, die Schläger und Straßenkinder der NPD. Für die Demo am 05.07.2008 waren über 200 Nazis angekündigt. Auch ein “Schwarzer Block” sollte den Nazi-Aufmarsch begleiten.

Um 10.00 Uhr fuhren die Wilhelmshavener Antifaschisten nach Oldenburg. Ein Teil per Zug, viele aber auch mit eigenen PKW. Insgesamt beteiligten sich mindestens 30 Wilhelmshavener an den Gegendemonstrationen zum Nazi-Aufmarsch.

In Oldenburg angekommen, war der Bahnhof bereits komplett von der Polizei abgeriegelt. Auf den Bahnsteigen, den Gleisen und im gesamten Gebäude war Polizei in voller Ausrüstung aufgefahren. Auf unsere Frage an einen Polizisten, auf welcher Seite des Bahnhofes sich denn die Guten treffen würden antwortete dieser: “Wer sind denn die Guten?“. Und schon war klar, dass zumindest ein Teil der Polizisten eindeutig Sympathien mit den Nazis hegte. Weiter lesen!

Berichte von der Demo in Oldenburg

Keine Gewährleistung für die Vollständigkeit, Richtigkeit und Genauigkeit!

Ein ausführlicher Bericht, incl. Bildmaterial wird in Kürze hier auf stop-rechts.de – sowie sicher auch auf diesen Seiten ( 1 | 2 | 3 ) folgen!

10: Update: 16:49 Uhr
Die Demonstration wurde offiziell für beendet erklärt. Die Polizeikräfte haben sich vom Bahnhof zurück gezogen und es müssen zahlreich verletzte Antifaschisten durch Rettungskräfte versorgt werden. Laut unseren Informationen handelte es sich abschließend um insgesamt 50-60 Nazis (ca. 5-6 aus dem Raum Wilhelmshaven/Friesland) die zu der Nazi-Demo in Oldenburg angereist waren. Die Teilnehmer der antifaschistischen Demonstration bewegen sich jetzt geschlossen in Richtung des Aktions- und Kommunikationszentrum in Oldenburg. Am Hauptbahnhof in Wilhelmshaven haben soeben Polizeikräfte der Bundespolizei Stellung bezogen und beobachten einfahrende Züge.

9: Update: 16:22 Uhr
Die Demonstranten sind komplett auf den Bahnhofsplatz durchgedrungen. Die Polizei geht momentan mit schweren Schlagstockeinsatz und unter Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas gegen die Demonstranten vor. Aufgrund des aggressiven Polizeieinsatzes muss mit Verletzten gerechnet werden.

Vorherige Berichte aus Oldenburg: Weiter lesen!

Anreise 05.07.08 | Wilhelmshaven – Oldenburg!

Aktueller Treffpunkt der Demo des “Forum gegen Rechts” ist bis auf weiteres der Bahnhofsvorplatz – Hauptbahnhof Oldenburg / 12:00 Uhr.

Um zum aktuellen Treffpunkt in Oldenburg zu gelangen, werden wir uns am 05.07.08 ab 10:00 Uhr am Hauptbahnhof in Wilhelmshaven treffen und geschlossen mit dem Zug nach Oldenburg fahren.

Wichtig: Abfahrt: 10:13 Uhr (Einzelticket: 9,90 Euro)

Weitere Informationen gibt`s hier, oder auf der Oldenburger Sonderseite!

Autonome Nationalisten = Nazis im neuen Kleid!

Immer häufiger melden sich hier selbsternannte „autonome Nationalisten“ zu Wort. Angeblich ohne jeglichen faschistischen Hintergrund stellen sie sich selber gerne als „nationale Sozialisten“ dar. Nachdem sie nicht nur die Kleidung der linksautonomen Szene, sondern auch deren „schwarzen Block“ auf Demonstrationen nachäffen, glauben sie tatsächlich, etwas ganz tolles und neues zu sein.

Als eine Autonomie (von (alt)griechisch αυτονομία, (αὐτονομία) autonomía = sich selbst Gesetze gebend, Eigengesetzlichkeit, selbstständig) bezeichnet man je nach Fachbereich oder Zusammenhang Selbstständigkeit, Unabhängigkeit, Selbstverwaltung oder Entscheidungsfreiheit, beispielsweise das Recht nationaler Minderheiten, einen Teil ihrer Angelegenheiten selbst zu bestimmen.

Das nun ausgerechnet Nationalisten (Neudeutsch für Nazis) für sich in Anspruch nehmen, autonom zu sein, ist ein Widerspruch in sich. Die meisten Mitglieder nationaler Gruppen, die sich als autonom bezeichnen, haben direkte Verbindungen zu faschistischen Parteien wie der NPD oder DVU. Weiter lesen!

Naziaufmarsch verhindern – Route steht fest!

Quelle: oldenburg.blogsport.de

Die Route, auf der die Nazis am 5. Juli 2008, durch Oldenburg laufen wollen, steht nun fest!

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Sicher ist, dass die Nazis vom Bahnhof aus um den Innenstadt-Ring marschieren wollten. Da sich jedoch viele Baustellen auf der Route befinden und die “Waschzuberregatta” -mit zehntausend BesucherInnen- statt finden soll, hat die Stadt Oldenburg den Nazis eine andere Route angeboten.

Dieser Routenvorschlag ist vom Anmelder, dem Hamburger Nazi Christian Worch, angenommen worden. Die Nazi-Route führt vom “ZOB”, Karlstraße, Straßburger Straße, Donnerschweer Straße, Pferdemarkt über die Karlsstraße zurück zum ZOB.

Weitere Informationen aus Oldenburg gibt es hier!