Röpke-Vortrag ohne Störungen

Der Vortrag von Andrea Röpke in Oldenburg verlief ohne die angekündigten Störungen seitens der NPD. Im Vorfeld der Veranstaltung der Neonazi-Expertin Röpke hatte die rechtsextreme NPD zu Störungen aufgerufen. Der klägliche Haufen NPD-Nazis in Oldenburg und dem Umland konnte aber erwartungsgemäß diese Ankündigung nicht in die Tat umsetzen. Über 200 Zuhörer lauschten ungestört dem fundierten Vortrag von Röpke.

Die NPD und rechtsextreme Nazi-Kameradschaften, die sich gerne als “nationale Sozialisten” bezeichnen, haben hier in der Region derzeit ein extrem schlechtes Standing. Sie beschränken sich darauf, im Vorfeld von antifaschistischen Veranstaltungen und Treffen ihr Erscheinen anzukündigen. Dies geschieht mit der sinnlosen Hoffnung, dass dies tatsächlich von Belang wäre. So spricht die NPD Oldenburg von einem tollen Erfolg, da es angeblich zwei NPD-Mitglieder in den Vortragssaal geschafft hätten. Dort versteckten sie sich hinter ihrer bürgerlichen Maske und harrten aus. Natürlich ohne Effekt.

Bis auf wenige Verantwortliche in den Stadtverwaltungen glaubt aber seit langem niemand mehr die Märchen von großen Nazi-Gruppen, die Veranstaltungen tatsächlich stören wollten oder gar könnten. Es wäre schon fast ein schönes Bild gewesen, zu sehen, wie eine handvoll Nazis ihre Köpfe in den Veranstaltungsort gesteckt hätten. Auch in Wilhelmshaven kündigen Mitglieder von Nazi-Kameradschaften aus Oldenburg, dem Ammerland und Ostfriesland immer wieder an, Treffen der Antifa stören zu wollen. Auch hier blieb es bisher fast immer bei leeren Drohungen.

Nur zwei mal wagten sich Nachwuchsnazis zu den Treffen, was direkt entsprechende Verurteilungen wegen versuchter Körperverletzung nach sich zog. Kurze Zeit später entschuldigten sich die Nazis sogar beim Netzwerk für ihr Fehlverhalten. Die Nazi-Szene in der Region wird auch immer verwirrter…

AG Wiking zerfällt

Die rechtsextreme Wilhelmshavener Nazi-Kameradschaft AG Wiking scheint zu zerfallen. bereits in den letzten Monaten hatte sich die kleine Gruppe enorm ausgedünnt. Durch den Wegzug des Nazis Hiebenga und die gerüchtweise Inhaftierung zweier weiterer Mitglieder des Nazi-Bundes scheint sich die AG Wiking nunmehr aufgelöst zu haben. Bis zuletzt versuchte Sascha Major die Fäden zusammen zu halten, scheiterte aber wohl an dem mangelnden Zuspruch für die kriminelle Vereinigung.

Inzwischen sind auch die beiden Internet-Präsenzen der AG Wiking aus dem Netz verschwunden. Bereits im Vorfeld fiel auf, dass die AG Wiking nicht zu den üblichen Nazi-Veranstaltungen in der Region aufgerufen hatte. Die Verbindungen zu den rechtsradikalen “Nationalisten” aus Ostfriesland und dem Ammerland schien schon länger gestört zu sein. Gemeinsame Aktionen fanden nicht mehr statt – man ignorierte sich so gut es ging.

Über mehrere Jahre hat die Nazi-Kameradschaft AG Wiking versucht, in Wilhelmshaven Fuß zu fassen. Die ca. 5 Mitglieder versuchten sich in blindem Aktionismus und Demo-Tourismus. Zum Ende reichte es nur noch für Kleinlaute Mini-Aufmärsche im Schutze der Dunkelheit in friesischen Dörfern. Hin und wieder wurden auch vereinzelte Aufkleber mit Nazi-Parolen der AG Wiking gesichtet.

Das Wilhelmshavener Netzwerk gegen Rechts wird die Reste der AG Wiking weiter beobachten und hier berichten. Schon jetzt ist klar, dass nicht eine kleine Gruppe Verblendeter das Problem unserer Gesellschaft ist, sondern der weit verbreitete tägliche Faschismus und Fremdenhass in den Köpfen der Menschen.

Solange ein Peter Müller im Rat der Stadt sitzt, solange Bürger rechtsradikale Parteien wählen, solange Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder Religion verfolgt werden, solange werden wir weiter kämpfen – für eine Gesellschaft ohne Hass und Angst!

Andrea Röpke in Oldenburg

Die Journalistin Andrea Röpke ist am 02.12.2009 in Oldenburg, um über die Rolle der rechtextremen Frauen in Politik, Sippe und Erziehung zu referieren. Der Vortrag beginnt um 20.00 Uhr im Frauenbüro Oldenburg im Stadtmuseum. Die verstreuten Reste der NPD Oldenburg und Wilhelmshaven rufen ihre Nazi-Anhänger zu gezielten Störaktionen der Veranstaltung auf. Wer schon mal einen Vortrag von Andrea gehört hat, der weiss die fundierten Daten und Fakten zu schätzen.

Konstruktives Netzwerktreffen

Auf dem Netzwerktreffen am 17.11.2009 wurden die Eckpunkte des antifaschistischen Aktionstages 2010 festgelegt. Unter reger Beteiligung wurde als Termin der Beginn des Juni 2010 vereinbart. Der genaue Termin wird nach Buchung des Veranstaltungsortes bekannt gegeben. Auch und besonders inhaltlich konnten bereits viele Punkte besprochen und abschließend geklärt werden.

Die Teilnehmer einigten sich auf ein buntes Programm, dessen Schwerpunkte auf der inhaltlichen Aufklärung zum Thema Faschismus und Rechtsradikalismus liegen sollen. Vorträge, Musik, Kleinkunst und Mitmachaktionen sollen den Aktionstag abwechslungsreich und interessant gestalten. Auch ein Rock gegen Rechts-Konzert wird sich dem Aktionstag wieder anschließen. Hierbei sollen besonders lokale Bands zum Zuge kommen. Bewerbungen von interessierten Bands nehmen wir gerne entgegen.

Das nächste Vorbereitungstreffen des Netzwerk gegen Rechts findet am Dienstag, den 12.01.2010 um 19.00 Uhr im DGB-Haus in der Weserstraße statt.

Interessierte sind herzlich eingeladen.

Nazi Jürgen Rieger ist tot

Der bekennden Nazi und vorbestrafte Kriminelle Jürgen Rieger ist tot. Wir ersparen uns an dieser Stelle weitere Kommentare und lassen zwei Videos sprechen, die die ganze Bandbreite des Wahnsinns Riegers offenbaren:

AG Wiking mit Türkeigeschäften?

Nach Monaten der Ruhe um die rechtsextreme Wilhelmshavener Kameradschaft AG Wiking regt sich die braune Brut wieder. Im Impressum der Homepage der AG Wiking wurde Thomas Hiebenga als Verantwortlicher gelöscht.

Das Heft hat nun wieder der Wilhelmshavener Nazi Sascha Major in der Hand. Dieser versorgte die Homepage auch gleich mit einer ganzen Reihe von unglaublichen Lügengeschichten zu allen möglichen Themen.

Sascha Major ist insofern ein interessanter Nazi, als das er geschäftliche Verbindungen in die Türkei nachweisen kann. Major betreibt einen Gameserver mit den aussagekräftigen Namen “Türk Multi Game Server“.

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Dieser scheint extra auf die Belange türkischer User ausgerichtet. Einer der Inhaber des eigentlichen Gameservers, bei dem Major Speicherplatz gekauft hat, scheint ebenfalls türkischer Abstammung.

In einem türkischsprachigem Forum wird der Nazi-Gameserver ebenfalls vorgestellt.

Welche Rolle Sascha Major hier spielt und welche Verbindungen er tatsächlich hat, werden wir in Kürze darstellen.